Ohrenschmaus: Jüdische Märchen und Lieder



Es hätten ein paar Zuhörer mehr sein können. Aber diejenigen, die nicht da waren, verpassten einen zauberhaften Abend mit jüdischen Märchen und wunderbarer Life-Musik.

Mit der Geschichte vom kleinen Lämmchen, das statt todbringender Waffen von Gott mit Hingabe, Sanftmut und Geduld ausgestattet wird, eröffnete Ute Hommel den Märchenreigen. Helga Schwarting erzählte von einem Mann, der von Krakau erst einen Umweg über Prag machen musste, um einen Schatz und damit sein Glück zu finden. Ein armer, aber pfiffiger Schuster hatte sein Glück schon in seiner Familie gefunden und konnte es in dem Märchen „Morgen ist morgen“ auch erfolgreich sogar gegen den König verteidigen.

Viele jüdische Märchen haben einen religiösen Hintergrund. So befasste sich Ingrid Raschka mit der Frage, was Gott den ganzen Tag macht. Ein armer Mann erhielt darauf eine Antwort, die ihm sicher nicht behagte. Ute Hommel schilderte, wie man geradewegs ins Paradies kommen könne. Allerdings war dieser Weg nicht unbedingt empfehlenswert, führte er doch über das Aufgehängtwerden am Galgen. Im Märchen von der „Himmlischen Ruhe“ zeigte Helga Schwarting ein Rezept gegen Schlaflosigkeit. Ein Mann stört sich des Nachts an vielen kleinen Geräuschen. Erst als er nach dem Rat einer weisen Frau viele – noch viel lautere Tiere - in sein Haus lässt und sie dann wieder entfernt, lernt er die „Himmlische Ruhe“ schätzen und schläft tief und traumlos.

Die Märchen wurden musikalisch umrahmt von Peter Epple am Akkordeon und Edda Ullrich, die mit ihrer wunderbaren einfühlsamen Stimme viel zum Gelingen des Abends beitrugen. Bei Berches, einem jüdischen Gebäck, und koscherem Wein konnte die ehemalige Synagoge in der Pause besichtigt werden.

Das Lämmchen vor dem Throne Gottes

Zum dritten Mal erzählen Helga Schwarting, Ingrid Raschka und Ute Hommel in der ehemaligen Synagoge Oberdorf jüdische Märchen. Diese zeichnen sich oft durch feinen, hintersinnigen Humor aus. Begleitet werden die drei Erzählerinnen von Peter Epple am Akkordeon. In der Pause gibt es jüdische Spezialitäten wie z.B. koscheren Wein.
Freitag, 17. 10. 2014 um 19 Uhr, Eintritt 5 Euro.

Gewusel am Weltkindertag

Weltkindertag 2014 in der Ulrich-Pfeifle-Halle in Aalen.
Wegen des unbeständigen Wetters verlegten die Organisatoren die Angebote vom Marktplatz in die Halle. Die Kinder ließen sich vom Wetter nicht abhalten und kamen in Scharen, um das vielfältige Angebot wahrzunehmen. 
Auch die Erzählerinnen des "Märchenbrunnens" hatten etwas vorbereitet. Unter der Anleitung von Ingrid Raschka und Heidrun Hegner konnten sie malen, Märchenrätsel lösen und natürlich den Märchen lauschen.

Märchen beim Stadtfest in Dinkelsbühl
















Am Sonntag, den 14. 9. 2014 wird die Erzählgemeinschaft Ostalb "Märchenbrunnen" mit einem Erzählzelt am historischen Stadtfest in Dinkelsbühl teilnehmen. Von 11 bis 17 Uhr erzählt Carmen Stumpf zu jeder vollen Stunde 20 Minuten lang Märchen für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren. Jüngere sind in Begleitung Erwachsener natürlich herzlich willkommen.
In Anklang an Barden und Moritatensänger und auch, weil Erzählungen früher als "Balladen" oft gesanglich vorgetragen wurden, werden die Märchen teilweise mit Gesang und Musik vorgetragen.Carmen Stumpf singt Melodien, die sie den Märchen nachempfunden hat und umrahmt sie mit Improvisationen auf verschiedenen Flöten.
Mit seiner Rahmentrommel begleitet Walter Richtscheid.
In den Erzählpausen können die Besucher Walter Richtscheid an seiner historischen Schnitzelbank beim Bogenbau zuschauen und mit ihm über die Herstellung von Bögen und Pfeilen mit Naturschäften fachsimpeln.

Der Herr der Winde- Märchen von den vier Elementen

Am Freitag, 19.9. 2014 um 19 Uhr laden die Erzählerinnen Ute Fallscheer und Ingrid Raschka ins Café ars vivendi in die Marienstraße nach Ellwangen. Sie erzählen dort Märchen von den vier Elementen: von der Erde, der Luft, dem Wasser und dem Feuer. Begleitet werden sie am Akkordeon von Paul Erhardt.  Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Märchen- und Sagenwanderung rund um den Brauenberg

Auch in diesem Sommer lädt die Erzählgemeinschaft Ostalb "Märchenbrunnen" wieder zu einer Wanderung rund um den Braunenberg n Aalen-Röthardt ein. Am Samstag, 2.8. um 14 Uhr bitten Ute Fallscheer und Carmen Stumpf märchen- und heimatkundlich Interessierte zu einem Besuch beim Vogt vom Fürsitz und den Winkenweiblein. Die beiden Erzählerinnen wissen auch Interessantes über Natur und Pflanzen zu berichten. Die Wanderung dauert ca. 3 Stunden und endet am Naturfreundehaus Braunenberg. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Unkostenbeitrag 3 Euro.

Der Märchenbrunnen sprudelt in Oberkochen


Erstmals wagten sich die Erzählerinnen der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ nach Oberkochen. Das Wagnis gelang, eine stattliche Anzahl an Märcheninteressierten fand trotz schönstem Sommerwetter den Weg ins Samocca und lauschten den Märchen von der Liebe und den zauberhaften Flötenklängen von Ruth Koch.
Mit der Geschichte von Thomas, dem Reimer eröffnete Carmen Stumpf den Märchenreigen. Er verfällt der schönen Feenkönigin und gibt dafür am Ende sogar sein Menschsein auf. In ihrem zweiten Märchen vom Hirten vom Monte Cristallo dagegen erobert der Held mit Phantasie und schönen Worten das Herz einer Prinzessin.
Im Barthaar des Tigers, einem koreanischen Märchen, erzählte Helga Schwarting von der ausdauernden und aufopfernden Liebe einer Frau, die ihrem Mann so über schlimme Kriegserlebnisse hinweg hilft. Zum Schmunzeln war dagegen, wie die Frau des zerstreuten Gelehrten Konfuzius mit dem ihr unbekannten Spiegel umgeht.

In vielen orientalischen Märchen treten kluge und listenreiche Frauen auf. So schafft es eine junge gewitzte Frau sogar, den Brunnen der Wahrheit zu überlisten und ihre Untreue zu verhehlen. Leider versiegte der Brunnen anschließend, so dass wir heute auf ihn verzichten müssen. Ute Hommel erzählte in einem weiteren orientalischen Märchen von den raffinierten Verführungskünsten des jungen Yussuf, der mit Hilfe eines Spiegels erst die Küsse und dann das Herz einer Schönen gewinnt. Mit den reizenden Kurzmärchen von der Sternenfrau und den Mandelbäumen der Algarve endete ein zauberhafter Märchenabend, der im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden soll. Zum Dank gab es noch einen richtigen "Schmatz", so heißen die leckeren Schokoladenriegel vom Samocca.

Die nächste Veranstaltung des „Märchenbrunnens“ ist eine Märchen- und Sagenwanderung rund um den Braunenberg am 2. August um 14.00 vom Parkplatz Aalen-Röthardt.

Märchen von der Liebe im Samocca Oberkochen

Dem Thema Liebe widmen sich die Erzählerinnen der Erzählgemeinschaft Ostalb "Märchenbrunnen" bei ihrem letzten Treffen vor den Sommerferien am Freitag, 18. Juli um 19 Uhr im Café Samocca in Oberkochen. Dabei geben Ute Hommel, Helga Schwarting und Carmen Stumpf heitere, zarte, aber auch romantische Aspekte dieses wichtigen Themas zum Besten. Mit ihrer Flöte greift Ruth Koch die Stimmung der Märchen auf.
Karten für 5 Euro gibt es an der Abendkasse.
Die Bewirtung übernimmt das bewährte Team des Cafés.

Neresheimer Stadtfest

Am 28. und 29. Juni 2014 findet wieder das Neresheimer Stadtfest statt. Carmen Stumpf ist mit ihrer Märchenjurte vertreten. Am Samstag werden um 17, 18 und 19 Uhr jeweils für 15 - 20 Minuten Märchen erzählt für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren.
Am Samstag gibt es außerdem einen Nachtschwärmertreff für Erwachsene ab 21 Uhr in der Jurte. Die Jurte steht unterhalb der Alten Schule beim Lager der freien Musketiere.
Am Sonntag dürfen sich dann Familien und Kinder jeweils um 14, 15, 16 und 17 Uhr auf Märchen freuen.

Ein volles Haus bei der 14. Bopfinger Märchennacht


Bevor der 14. Bopfinger Märchenabend beginnen konnte, mussten die Erzählerinnen der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ erst noch Stühle herbeischaffen. Im voll besetzten Saal des Seelhauses wurden im Rahmen der Rieser Kulturtage Märchen von Töchtern und Söhnen erzählt.

Carmen Stumpf eröffnete dien Reigen mit dem russischen Märchen von Siwka Burka, dem Zauberpferd. Mit seiner Hilfe erringt der Dummling die schöne Zarentochter als Dank dafür, dass er seines Vaters letzten Wunsch erfüllt hatte.  Auch in dem französischen Märchen vom silbernen Falken, das Ute Hommel erzählte,  hilft eine Mutter ihrer Tochter über den Tod hinaus. 

Der Tierbräutigams ist ein häufiges Motiv in Märchen. Helga Schwarting erzählte in dem österreichischen Märchen vom Zauberhorn von einem schönen Stier, der sich in einen Prinzen verwandelte und so das arme Gretchen von der Stiefmutter befreite. Auch in dem Zulu-Märchen vom Schlangenhäuptling gelingt es der Heldin, den Zauber zu brechen und ihren Liebsten zu erlösen.

An das Demetermotiv der griechischen Sage erinnert das Märchen von der Tochter der Blumenkönigin. Mit der heiteren Geschichte vom Mond, dessen Mutter sein Gewand ständig ändern muss, beschloss Helga Schwarting den Abend. Umrahmt wurden die Märchen von stimmungsvoller Flötenmusik der Gruppe tibia musici unter der Leitung von Dorothee Theuer.