Märchen von Gott und der Welt

"In den alten Zeiten...", so fangen viele Märchen an. In diesen alten Zeiten kam Gott auch noch öfter in die Welt zu den Menschen. Von solchen Erdengängen, aber auch von anderen Gottheiten, erzählen Ute Fallscheer, Ingrid Raschka und Carmen Stumpf an einem Märchenabend am Dienstag, dem 7. Februar um 19 Uhr im Bonhoefferhaus, Fuchsweg 24 in Aalen- Unterrombach. Der Eintritt beträgt 8 Euro. In der Pause bewirtet die Gruppe 55 plus. Die musikalische Begleitung übernimmt Fabrizio Mancino.

Die Rauhnächte - Märchen, Sagen, Mythen


Die Rauhnächte, wer denkt bei diesem Wort nicht an Winterstürme, unheimliche Gestalten,
geheimnisvolles Geschehen in der Natur und der Tierwelt. Die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig gilt als besondere und magische, aber auch gefährliche Zeit. Viele Bräuche ranken sich um die Tage „zwischen den Jahren“, die zumindest vielen Älteren noch geläufig sind.
Herausragende Akteure in den Rauhnächten sind Wodan oder Wode mit dem Wilden Heer. Aber auch Frau Holle, in manchen Gegenden auch die Berchta oder Frau Frigg sind unterwegs, segnend und fruchtbringend oder auch strafend, wenn die alten Bräuche nicht eingehalten wurden.
Im Café Samocca ließen Ute Hommel und Carmen Stumpf von der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ die alten Sagen und Märchen wieder auferstehen.
So erzählte Carmen Stumpf von einer jungen Magd, die trotz Verbot versucht, Frau Holle bei ihrer Fahrt über das Land zu beobachten. Zur Strafe wurde ihr das Augenlicht genommen. Da sie ihre Neugier aber bereute, erhielt sie es im Jahr darauf in den Rauhnächten wieder. Ute Hommel weckte mit dem Grimmschen Märchen von Frau Holle sicher die eine oder andere Kindheitserinnerung. Sie zeigte aber in Frau Holles Apfelgarten eine ganz andere, eine junge und schöne Holle, die durch ihre Berührung alles Alte wieder jung machen kann. Diesen drei Gesichtern der alten Muttergottheit Holle als Jungfrau, voll erblühte Frau und alte Frau mit den Farben weiß, rot und schwarz entspricht die Heilpflanze, die die Holle den Menschen zum Geschenk machte: der Holunder. Der Holunder oder Holler, so Carmen Stumpf, einst ein kahler und nutzloser Busch, erhielt durch die Holle seine Heilkraft in Blüten, Rinde und Frucht.
Natürlich durften auch Sagen und Märchen von der Wilden Meute nicht fehlen.
In der brandenburgischen Sage von Frau Frigg tritt sie als segensspendende mächtige Frau auf, die einem freundlichen und mitleidigen Bauernpaar wieder zu Wohlstand verhilft. Es gibt jedoch auch Sagen von der Ostalb, in denen Bauern, ja sogar ein Ordensbruder aus dem Kloster Neresheim für ihre Neugier und ihren Vorwitz übel bestraft werden. Der Junker Hans schließlich, jener grausame Ritter der Kocherburg, ist sogar dazu verdammt, mit der Wilden Meute umzugehen als Strafe für seine Vergehen. Mit Sprüchen und Volksweisheiten zu den zwölf Nächten erheiterte Ute Hommel das Publikum. Carmen Stumpf begleitete die Märchen auf ihrer Irish Flute.
Zum nächsten Märchenabend laden die Erzählerinnen ins Bonhoefferhaus an den Fuchsweg nach Unterrombach ein. Am Dienstag, dem 7. Februar erzählen Ute Fallscheer, Ingrid Raschka und Carmen Stumpf um 19 Uhr „Märchen von Gott und der Welt“. 

Rauhnächte - Märchen, Sagen, Mythen

Am Freitag, dem 20. Januar erzählen Ute Hommel und Carmen Stumpf um 19 Uhr im Café Samocca in Aalen von den Rauhnächten.

Jahresprogramm 2017



-         Freitag, 20. Januar um 19 Uhr:  „Rauhnächte – Märchen, Sagen, Mythen“ Café Samocca, Aalen

-         Dienstag, 7. Februar um 19 Uhr, „Märchen von Gott und der Welt“, Bonhoeffer-Haus, Fuchsweg 24, 73434 Aalen

-         Montag, 20. März: Weltgeschichtentag, Aalen Mittelbachstraße zwischen 14 Uhr und 16.30 Uhr, Näheres s. Tagespresse und Blog

-         Freitag, 28. April um 19 Uhr, „Märchen von Bären“, Rathaus Unterkochen

-         Samstag, 13. Mai um 20 Uhr:; „Märchen für das Herz – Köstlichkeiten für den Bauch – Eine kulinarische Märchenreise“ (Märchen und anschließend passende Häppchen)
      Seelhaus, Bopfingen
           
            Freitag, 23.6. um 19 Uhr „Mittsommerklänge – Musikmärchen aus aller Welt“ Café    
     Samocca Aalen

-         Donnerstag, 20. Juli, ca. 14 Uhr: „Märchen von Mühlen und Müllern“ Heimatsmühle, Märchen, Mühlenführung, Kaffee und Zopf

-         Sonntag, 17.9. um 14 Uhr, „Zauberbaum und Wunderwald – Mit Märchen unterwegs“ Märchenwanderung Weiherwiesen,  Treffpunkt 14 Uhr Parkplatz Tauchenweiler

-         Sonntag, 8. 10. von 11 Uhr bis 13 Uhr: „Märchenzauber des Orients“ Märchenmatinee im Restaurant Orontes, An der Stadtkirche 18 in Aalen

-         Sonntag, 5. November um 17 Uhr, „Unvergänglicher Glanz – Märchen vom Gold“, Alamannenmuseum, Ellwangen
Die Erzählerinnen der Erzählgemeinschaft Ostalb "Märchenbrunnen" beraten über ein schönes und abwechslungsreiches Programm für 2017. V.l. Ute Fallscheer, Helga Schwarting, Ute Hommel, Carmen Stumpf. Nicht auf dem Bild: Ingrid Raschka.



Aus der Anderswelt



Wo liegt die Anderswelt? Wie gelangt man dorthin? Und vor allem: Wie kommt man wieder zurück? Alle diese Fragen beantworteten Helga Schwarting und Carmen Stumpf bei einem wunderschönen Märchenabend im Café Samocca in Aalen.
Thomas, ein hübscher junger Mann aus Ercildoune, verfiel der schönen Feenkönigin und folgte ihr für sieben Jahre in ihr Reich. Beschenkt mit der Fähigkeit des Hellsehens kehrte er zu den Menschen zurück, konnte aber, so Carmen Stumpf, die schöne Feenkönigin nie ganz vergessen. Und so kehrte er auch in die Anderswelt zurück, als ihn deren Boten, ein milchweißes Reh und eine milchweiße Hirschkuh, dorthin zurückriefen.
Auch ein schönes Mädchen, so erzählt Helga Schwarting, gerät in der Nacht zu Samhain, dem keltischen Silvester, in der die Tore zur Anderswelt offenstehen, in den Bann der Feen. Sie lässt sich vom Feenkönig zu einem Tanz verführen. Im letzten Augenblick entkommt sie den Unterirdischen, aber ihren schönen Tänzer und die zauberhafte Musik kann sie nie ganz vergessen.
Ein gläserner Palast unter dem Wasser ist das Reich der drei Schwanenfrauen. Ein Jüngling gerät dorthin und verlebt dort eine traumhaft schöne Zeit. Das Heimweh nach der Mutter überwiegt mit der Zeit und mit Hilfe einer alten Frau gelingt ihm auch die Rückkehr. Aber auch er sehnt sich immer wieder nach dem Kristallpalast unter Wasser.
Das Reich der Schicksalsgöttinnen ist für die Menschen meist unzugänglich. Im Märchen der vom Unglück verfolgten Prinzessin macht sich das Mädchen auf, ihre Schicksalsgöttin zu suchen und sie um ein anderes  Schicksal zu bitten. Mit Hilfe einer Gabe kann sie so auch schließlich ihr Glück erlangen.
In eine ganz andere Welt entführt das russische Märchen von der schönen Wassilissa. Von der Stiefmutter und den Stiefschwestern getrieben, wird sie ins Reich der bösen Hexe Baba Jaga geschickt. Wassilissas verstorbene Mutter beschützt aus dem Jenseits ihr Kind und sorgt mit Hilfe einer Puppe für eine glückliche Heimkehr.
Carmen Stumpf umrahmte die Märchen mit eigenen, zauberhaften Weisen auf der Irish flute. Die zahlreichen Zuhörer genossen den Ausflug in die Anderswelt sichtlich und wollten nur ungern in die reale Welt zurückkehren. 




Märchencafé für die ganze Familie

Jung und alt beim Märchencafé – so war die Planung der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“in Aalen bei einem von der Märchenstiftung Walter Kahn gesponsorten Märchencafé für die ganze Familie . Eingebunden waren die Kinder des Kindergartens St. Josef und die Bewohner eines Seniorenheims. Am Tag der Veranstaltung kam leider die Nachricht, dass im Seniorenheim ein Virus umgehe.
Um wenigstens den Kindern die erhoffte Freude zu bereiten, disponierten die beiden Erzählerinnen Ingrid Raschka und Helga Schwarting schnell um und verlegten das Märchencafé kurzerhand in den Kindergarten.
Mit dem Lied vom Märchenland stiegen die Kinder durch einen goldenen Reifen erwartungsvoll in ein wunderbar dekoriertes „Märchenland“. Stolz bewiesen sie den beiden Erzählerinnen, dass sie über Märchenfiguren wie  Schneewittchen, Rumpelstilzchen und Co. bestens Bescheid wussten.
Ingrid Raschka erzählte das Märchen vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel. Voller Spannung folgten sie den Streichen von Vater und Mutter Igel, die Niederlage des eingebildeten Hasen quittierten sie mit lautem Lachen. Schwieriger war es da schon, die gereimten Märchenrätsel herauszubekommen. Aber schließlich schafften sie auch das, wenn sie auch auf die Hilfe der erkrankten Senioren verzichten mussten.
Das Märchen vom schönen Dornröschen, das in einen hundertjährigen Schlaf verfiel, erzählte Helga Schwarting. Gespannt und aufmerksam lauschten die Kinder. Sie hörten erleichtert von der Milderung des Fluches der dreizehnten Fee und vom Aufwachen des Hofstaates nach dem Kuss des Prinzen.
„Dornröschen war ein schönes Kind.“ sangen und spielten die Kinder dann mit Begeisterung das alte Kinderlied. Und dann ging es zurück durch den goldenen Reifen in die normale und vertraute Welt des Kindergartens.
Die Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ setzt sich für die Bewahrung und Weitergabe traditioneller Volksmärchen ein. Zielgruppe sind dabei einmal Kinder, denen vor allem die Märchen der Brüder Grimm vermittelt werden sollen, der Märchenbrunnen veranstaltet aber auch monatlich einen Erzählabend für Erwachsene. Sie haben inzwischen ein festes Publikum von jüngeren und älteren Märchenfreunden. Alle zwei Jahre finden in der Stadt Neresheim die „Neresheimer Märchentage“ statt, die sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen.

Märchen aus der Anderswelt



Auf welcher Landkarte ist die Anderswelt zu finden? Die Antwort treibt in den Bildern der Geschichten von Carmen Stumpf und Helga Schwarting „wie Goldstaub im Lauf der Flüsse“. Die Erzählerinnen der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ erzählen, wie Märchenheldinnen und Helden ihre Welt verlassen und in andere Welten gelangen. Dort bestehen sie Abenteuer, erwerben Zauberdinge und kehren dann gereift und beschenkt in ihre Welt zurück. Und wäre es nicht gewesen, dann könnte man doch nicht davon erzählen!
Freitag, 21.10. um 19 Uhr im Café Samocca Aalen, Eintritt 5 €

Geschichten und Geschichte rund um die Kocherburg




Zahllose Mythen und Sagen ranken sich um die Kocherburg und ihren letzten Besitzer, den bösen Junker Hans in Unterkochen. Obwohl schon im 30-jährigen Krieg zerstört, wurde so manches Unterkochener Kind mit Geschichten über die Burg, den bösen Junker Hans und seine Untaten erschreckt.
Die Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ und die Initiative Ruine Kocherburg luden zu einem  Spaziergang mit Geschichten, Sagen und Märchen rund um die Kocherburg. Auch wenn der Ort vielleicht früher einmal unheimlich wirkte, so ließ die strahlende Herbstsonne  bei den Zuhörern kein heimliches Gruseln aufkommen.
An den Mauern der Kocherburg erzählte Ute Fallscheer die schreckliche Geschichte der beiden ungleichen Schwestern Edeltraut und Hildegard. Aus Eifersucht stürzte letztere ihre Schwester in eine Dornenhecke, so dass sie erblindete. Sie wollte die Hilflose auch noch um ihr Erbe betrügen und starb keines natürlichen Todes. Seitdem, so die Sage, geht sie als großer schwarzer Pudel um.
Wie so oft, so mag auch diese Geschichte einen wahren Kern haben. Die beiden Archäologen Benny Rieger und Dana Herrmann, die sich in der Initiative Ruine Kocherburg engagieren, berichteten vom Fund einer Ofenkachel, die einen Pudel zeigt und von Hundeknochen, die ebenfalls einem Pudel zuzuordnen seien.
Über die Wallanlagen, die eine 4000jährige Siedlungsgeschichte belegen, vorbei an wassergefüllten Hülben, die der Viehtränke dienten, führte der Weg zu einem Aussichtspunkt, bei dem man das ganze Tal überblicken konnte.
Diesen Ort nahm Carmen Stumpf zum Anlass, über die Untaten des Junker Hans zu erzählen, der ein „frevelhafter, lästerlicher und grausamer Vogt“ gewesen sei.
 Höhepunkt seiner Schandtaten war zweifellos, dass er Bauern sogar während der Wandlung aus der Kirche holte, damit sie ihm bei der Jagd dienen konnten. So war auch ihm kein gutes Ende beschieden und er soll noch immer umgehen.
Mit dem Soldaten, der im Himmel und in der Hölle diente, aber am Ende in die Welt mit all ihrer Schönheit zurückkehrte, setzte sie beim Kocherursprung ein gegensätzliches Zeichen zu all der Grausamkeit.
Am Ende der Wanderung, erzählte Ute Fallscheer u.a. noch eine Sage, die erklärt, weshalb in den Tälern um die Kocherburg die Nebel die Taleinschnitte hinaufziehen. Eine Tochter eines Herrn der Kocherburg muss in den Gewölben der Burg zusammen mit ihrem Vater dessen Untaten sühnen. Sie möchte diesem grausamen Schicksal entkommen und greift dazu mit einer Hand an das obere Talende, mit der anderen Hand an das untere Talende, und da quillt aus ihren Fingerspitzen weißes Blut.
Die Zuhörer genossen die Wanderung, das wunderschöne Wetter und die spannenden und interessanten Geschichten und Sagen rund um die Kocherburg.

Wilder Geselle in lieblicher Landschaft - Wanderung mit Märchen und Sagen

Am Sonntag, den 25. September um 14 Uhr führen Ute Fallscheer und Carmen Stumpf von der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ eine Wanderung mit Sagen und Märchen rund um die Kocherburg bei  Unterkochen.

Vom Treffpunkt beim Läuterhäusle in Unterkochen geht der Weg über den steilen Fußpfad hinauf zur Kocherburg, der Burg des sagenhaften Junker Hans. Vorbei an vorgeschichtlichen Wallanlagen, erreichen wir den Abstieg zum Ursprung des weißen Kochers von wo sich herrliche Aussichten zeigen. Seinem Lauf folgen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Sagen ranken sich um die Kocherburg, Märchen erzählen von der versteckten Waldhütte und der bezaubernden Landschaft. All das werden die beiden Erzählerinnen während des Rundgangs spannend und unterhaltsam zu Gehör bringen.

Dauer: 2,5 Stunden
Unkostenbeitrag 5 €

Märchenzelt beim Stadtmauerfest in Nördlingen

Vom 9. bis zum 11. September 2016 ist in diesem Jahr das  Stadtmauerfest in Nördlingen

Im Gallengäßchen beim Lager der "Freien Musketiere Neresheim" steht das Märchenzelt der Erzählgemeinschaft Ostalb 2Märchenbrunnen". Immer zur vollen Stunde wird Carmen Stumpf dort Märchen erzählen.  An dem bunten Programm aus Bekanntem und Neuem können Erwachsene und Kinder Freude haben:
Spannend ist es, zu erleben, wie der "Märchenschrein" nach und nach eine Geschichte frei gibt.
Ein Märchenlied ist schnell gelernt und kann mitgesungen werden.
Und fast bei allen Erzählungen gibt es etwas zum Schauen.

Am Freitag, 9. 9. und Samstag 10. 9. jeweils um 21 Uhr können die erwachsenen Zuhörer in die Welt der Märchen eintauchen. Zum Schmunzeln und Nachdenken erzählt Carmen Stumpf von Soldaten, vom Tod und vom großen Glück. Flöten und Trommel umrahmen die Erzählungen.