"Kostbarkeiten" - ein Märchenspaziergang

Mit einem Märchenspaziergang endeten die 6. Neresheimer Märchentage. Bei strahlendem Frühlingswetter warteten Kinder, Eltern und Großeltern auf die Dinge, die da kommen sollten. Ute Hommel und Carmen Stumpf erzählten Märchen, anschließend mussten die Kinder kleine Aufgaben bewältigen. An den noch munter sprudelnden Quellen der Egau erfuhren die Kinder vom armen Korbmacher und den Quellen der Schönheit, der Klugheit und des Reichtums. Und wahrhaftig - sie entdeckten drei Quellen. Ob es die genannten waren?
Der Eierhändler, der reich werden wollte, konnte leider seine Eier nicht heil nach Hause bringen und so zerschellte sein Traum vom Reichtum buchstäblich auf der Erde. Die Kinder waren da wesentlich geschickter und brachten ihre Eierkartons ans Ziel - wenn auch ohne Eier.
Dass die Ebnater Gänse auf unterirdischem Weg bis in eine Höhle bei Neresheim gekommen waren, erzählte Carmen Stumpf. Die Landstreicher, die sich die Gänse schmecken ließen, hatten sicher nichts dagegen. Die Kinder sollten dann Schmetterlinge suchen und wurden tatsächlich fündig. Zahlreiche weiße und gelbe Exemplare genossen den Frühling.
Ein Mädchen wird von den Wolkengeistern weggetragen, der Familie gelingt es aber, das Mädchen zu befreien. Mit viel Gelächter versuchten dann große und kleine Träger, Kinder huckepack eine kleine Strecke zu transportieren. Das gefiel manchen so gut, dass sie gar nicht wieder von Mamas Rücken herunter wollten und die herrliche Aussicht auf Nersheim von einer höheren Warte aus genossen.
Im letzten Märchen vom Tod im Apfelbeum lässt eine alte Frau mit Namen Elend erst diebische Kinder samt Müttern und Vätern an ihren Apfelbaum kleben.
Als der Tod bei ihr anklopft, verbannt sie auch diesen in den Baum - mit schlimmen Folgen. Nachdem nun niemand mehr stirbt, besinnt sich Elend und lässt ihn frei. Sie selbst bleibt bis heute auf der Erde. In einer langen Reihe "klebten" auch die Zuhörer aneinander und gelangten so zum Ausgangspunkt der Märchenwanderung. Dort nahmen sie kleine "Kostbarkeiten" in Empfang - glitzernde Perlen, kleine Edelsteine und andere schöne Dinge.


Märchen ohne Grenzen

Die Internationale Vorbereitungsklasse der Schillerschule stellt das Märchen "Der Korb" vor.
Zeit: Montag, 16.4. 2018 um 14.30
Ort: Seniorenheim St. Elisabeth, Weiße Steige 16 in Aalen
Der Eintritt ist frei.
Das Projekt wurde von Carmen Stumpf zusammen mit den Kindern erarbeitet. Der Korb enthält viele wunderbare Dinge, die man nur mit dem Herzen sehen kann. Diese unsichtbaren Kostbarkeiten  sind sehr wichtig für eine Freundschaft, für das Miteinander un das Ankommen in der neuen Heimat.


6. Neresheimer Märchentage vom 13.4. bis 21.4. 2018


Programmübersicht
Fr. 13.4. um 20 Uhr Rathaus; im Matheus-Palm-Saal
Wege - Lebenswege - Märchenwege
Carmen Stumpf erzählt Märchen von Wegen und Hans Peter Blank zeigt Bilder vom Jakobsweg und erläutert sie. Anschließend Gespräch über Wege
 
Sa. 14. 4. Kindernachmittag mit dem Treffpunkt F: Alte Schule Neresheim um 14.30 Uhr bis 17 Uhr
Helga Schwarting erzählt Märchen: 1,2,3, - Zauberei, Basteln... Unkostenbeitrag: 5 € Nur im Vorverkauf im Fremdenverkehrsbüro (07236 8149) und in den Neresheimer Buchhandlungen
 
Sa. 14. 4. ab 18 Uhr im Stadtgarten: Nach des Tages Last und Müh´
Die Heeresleute samt Tross sind ins Egautal eingefallen und vergessen für diesen Abend ihr schweres, entbehrungsreiches Leben.
 
So. 15. 4. um 10.30 Uhr Singspiel "Max und Moritz" in der Härtsfeldhalle
Musikschule Neresheim
Sprecherin: Ute Hommel
 
So. 15. 4. um 14:00 Uhr Stadtgarten: Anno 2018 im Historischen Zeltlager:
Märchenhafter Familiennachmittag; Beginn ist mit dem Eröffnungsschießen der historischen Gruppen um 14 Uhr.
 
Sa. 21.4. 14.30 Uhr Treffpunkt an der Wassertretanlage in Neresheim (Stadtgraben) „Kostbarkeiten“
- ein märchenhafter Familienspaziergang. Die Quellen der Egau - der weite Blick über das Tal - Märchen und Sagen entlang des Weges 
 
Näher Informationen unter www.neresheimer-maerchentage.info

Auf Märchentour in Aalen



Zum Weltgeschichtentag am 20. März luden die Erzählerinnen der Erzählgemeinschaft Ostalb „Märchenbrunnen“ die Märchenfreunde an ungewöhnliche Orte ein. In verschiedenen Geschäften entlang der Reichsstädter Straße erzählten Ute Hommel und Carmen Stumpf Märchen passend zu den Angeboten der Geschäfte.
Inmitten von Osterdekoration, Glaswaren und schönem Porzellan erzählte Carmen Stumpf im SchwäPo-Shop von einer alten Frau, die ihr schönes Zuhause mit all dem geliebten Hausrat nicht aufgeben möchte und deshalb den Tod überlistet. So bleibt ihr noch Zeit, ihre Gläser, Schalen und Vasen zuhause zu genießen.
Dass das Mahlen von Mehl eine schwere Arbeit ist, erfuhren die Zuhörerinnen in der Bäckerei Gnaier. Im Märchen weigert sich eine Frau, diese Arbeit zu tun, in der Realität wird sie inzwischen von Maschinen übernommen.
Eine Witwe erfreute ihre eigenen Kinder mit Spielzeug, ihr Stiefkind geht in dem afrikanischen Märchen zunächst leer aus. Umgeben vom großen Angebot von Spielzeug-Wanner erzählte Ute Hommel, wie die Stiefmutter dann doch noch zu einer guten Einsicht kommt und alle Kinder gleich behandelt.
Dass zum guten Sehen nicht nur eine gut angepasste Brille gehört, erfuhren die Zuhörerinnen bei Binder-Optik. Ohne das Licht der Sonne gibt es keine Farben, keine Wärme, kein Sehen, ja, nicht einmal Leben. Und so macht sich eine junge Frau auf, dem Volk der Tschuang die Sonne zu bringen.
Zum Thema Betten und Schlafen boten sich viele bekannte und weniger bekannte Märchen an. Die beiden Erzählerinnen entschieden sich für das Märchen vom Dornröschen, das bekanntlich 100 Jahre schlief und für die Sage von der Lotterbettstatt aus Gerstetten.
Von der spontanen Bereitschaft der Geschäfte, bei  der ungewöhnlichen Aktion mitzumachen, und dem aufmerksamen und liebevoll vorbereiteten Empfang zeigten sich die beiden Erzählerinnen und ihre Gäste überrascht und erfreut.

Am 20. März ist Weltgeschichtentag - Wir machen mit!



Treffpunkt ist um 14 Uhr beim Marktbrunnen in Aalen. Dann geht es weiter zu folgenden Stationen:

14.00, 1. SchwäPo-Shop
14.30, 2. Bäckerei Gnaier
15.00  3. Binder-Optik
15.30, 3. Spielwaren-Wanner
16.00, 4. GD Krauss
Bei jeder Station wird der Laden vorgestellt, dann wird ein Märchen erzählt, das zum Sortiment passt. Anschließend ist noch Zeit, sich umzusehen, bevor es zur nächsten Station weiter geht. 
Abschluss (ohne Märchen) im Café Rosmarie um 16.30. Hier besteht Gelegenheit, über die Märchen zu sprechen und natürlich den Nachmittag ausklingen zu lasen.

Fabelwesen aus der Urzeit - Drachenmärchen im Urweltmuseum

Drachenmärchen - warum gerade im Urweltmuseum? Die Funde riesiger Knochen, die bizarren Schädelformen und die ungeheuren Ausmaße der Fossilien lassen erahnen, warum in unserer Region Geschichten von Drachen entstanden sind. In anderen Gegenden standen große Schlangen, Eidechsen, Warane oder Krokodile Pate. In Europa sind Drachen meist feuerspeiende, fliegende Ungeheuer, gefürchtet und gemieden. In Asien sind Drachen oft Wasserwesen, die sogar Glück bringen können.
Im Grimms Märchen von den vier kunstreichen Brüdern erzählte Ute Hommel  von vier Brüdern, die sich in ihren Berufen durch außergewöhnliche Fertigkeiten hervortun. Diese Fertigkeiten können sie einsetzen, um eine Prinzessin aus den Klauen eines Drachens zu befreien. Dass die großen Flüsse Chinas ihre Entstehung ebenfalls verschiedenen Drachen zu verdanken haben, berichtete Ingrid Raschka. Aus dem Großen Drachen entstand der Große Fluss, der Gelbe Drache wurde zum Huang He, dem Gelben Fluss und aus dem Perlendrachen der Mekong, der Perlenfluss.. Im zweiten chinesischen Märchen erzählte sie, wie die Blumenprinzessin und ihr Gemahl, dem Verbot des Drachenkönigs zum Trotz, den Menschen Regen bringen.
Dass man nur mit der Kraft der Worte auch die gefährlichsten Drachen überlisten kann, zeigt Stan Bolovan im gleichnamigen rumänischen Märchen. Es gelang ihm, sowohl den Drachen als auch die Drachenmutter so einzuschüchtern, dass sie ihm nicht nur viele Säcke voll Dukaten schenkten,
sondern sie auch noch in sein Haus trugen.
Das afrikanische Märchen vom zehnköpfigen Drachen Jomandene enthält überraschend vertraute Elemente: Die Kinder missachten - wie die sieben Geißlein -die Warnung der Mutter vor dem bösen Drachen und werden von ihm verschluckt. Die Mutter holt sie, wie Rotkäppchen, lebend aus dem Bauch des Untiers.

Drachenmärchen im Urweltmuseum Aalen

Am Freitag, dem 23. Februar 2018 um 18 Uhr erzählen Ute Hommel und Ingrid Raschka Märchen von Drachen. Der Ort: Das Urweltmuseum in Aalen inmitten von Saurierknochen und dem Kopf eines Triceratops. Der Eintritt beträgt 5 Euro, für Kinder ab 6 J. 3 Euro. Einlass ab 17.30 Uhr

Märchen auf You Tube - Alte Geschichten und neue Technik




Es gibt Neues beim Märchenbrunnen:  Wer gern einmal Märchen in der ursprünglichen, der frei erzählten Form hören möchte, kann jetzt neben den Besuchen bei den Märchenabenden auch einen Märchenkanal des Märchenbrunnens abonnieren. Bei youtube.com und „Omas Märchenkorb“ holt Ute Hommel jedes Wochenende ein Märchen aus ihrem Märchenkorb. Die Märchen sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Mal sind es bekannte Märchen, mal weniger bekannte. Und wem es gefällt – „liken“ nicht vergessen!

Fabelwesen aus der Urzeit -Drachenmärchen im Urweltmuseum

Am Freitag, dem 23. Februar um 18 Uhr erzählen Ute Hommel und Ingrid Raschka Märchen von Drachen im Urweltmuseum in Aalen. Die Fabelwesen werden in europäischen und asiatischen Märchen unterschiedlich dargestellt und bewertet. Sie sind eine Mischung aus Schlangen, Echsen und Raubtieren, leben im Wasser oder an Land, können Feuer spucken und oft auch fliegen.
Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.